Deutschland schläft schlecht

In Deutschland haben immer mehr Menschen Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Seit 2010 haben Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent zugenommen. Nach der repräsentativen Umfrage „Deutschland schläft schlecht“ fühlen sich mehr als drei Viertel der Arbeitnehmer betroffen. Hochgerechnet auf die Bevölkerung sind das etwa 34 Millionen Menschen. Für Unternehmen bedeutet das: Fast die Hälfte der Erwerbstätigen ist bei der Arbeit müde (43 Prozent). Etwa ein Drittel (31 Prozent) ist regelmäßig erschöpft. Gründe für den schlechten Schlaf sind neben Termin- und Leistungsdruck, Schichtarbeit oder dem Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen, auch die Gestaltung des Abends. 83 Prozent der Erwerbstätigen schalten nicht wirklich ab, sondern schauen vor dem Einschlafen Filme und Serien, 68 Prozent erledigen abends private Angelegenheiten an Laptop oder Smartphone. Etwa jeder Achte kümmert sich noch um dienstliche Dinge wie E-Mails oder die Planung des nächsten Arbeitstages. Prof. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité rät: „Der Körper braucht Zeit, um nach einem stressigen Tag abzuschalten und sich auf den Schlaf einzustellen. Diese Zeit müssen wir ihm gönnen.“

Tipps zum besseren Ein- und Durchschlafen finden Sie u. a. im Login Bereich für Mitarbeiterberatung auf unserer Homepage.
Foto: Fotolia