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Suizid: Zahlen, Daten, Fakten


Die Zahl der Selbstmorde ist seit den 80er Jahren zwar kontinuierlich gesunken, trotzdem sterben in Deutschland nach wie vor deutlich mehr Menschen durch Suizide als durch Verkehrsunfälle, Mord, illegale Drogen und Aids zusammen. Laut offizieller Statistik nehmen sich jedes Jahr ca. 10.000 Menschen das Leben – seit 2010 steigt die Tendenz wieder leicht.

Das bedeutet, dass sich alle 53 Minuten ein Mensch das Leben nimmt. Wenn man bedenkt, dass von jedem Suizid im Schnitt etwa 6 Menschen betroffen sind – neben der Familie und den Freunden auch Arbeitskollegen und Vorgesetzte – wird einem das Ausmaß dieser Handlung erst richtig bewusst.

Wer begeht Suizid?

Männer begehen häufiger Suizid als Frauen. Das Verhältnis liegt bei 1:2,9. Im Gegensatz zu diesen Zahlen werden Suizidversuche häufiger von Frauen als von Männern durchgeführt. Die Suizidrate steigt zudem mit dem Alter. Bei jungen Menschen ist sie vergleichsweise niedrig, nimmt aber besonders bei Männern ab dem 60. Lebensjahr erheblich zu. Eine ähnliche Tendenz ist aber auch bei Frauen zu beobachten. Jede zweite Frau, die einen Suizid begeht, ist älter als 60 Jahre.

Nachahmer-Effekt

Experten gehen von einem Zusammenhang zwischen der medialen Berichterstattung über Selbstmorde und der Anzahl der Suizide und Suizidversuche aus. So stiegen z.B. beide Zahlen nach dem Selbstmord des Fußball-Torhüters Robert Enke im Jahr 2009/2010 deutlich an. Bereits bei der Veröffentlichung von Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“ war es 1774 zu einer Suizidwelle gekommen, wobei zahlreiche Tode deutlich als Nachahmung der Romanvorlage erkennbar waren. In der wissenschaftlichen Literatur werden die Nachahmer-Suizide deswegen als „Werther-Effekt“ bezeichnet. Das ist auch der Grund, warum sogenannte „Personenschäden“ bei der Bahn nicht mehr offiziell als solche bezeichnet werden. Obwohl die Bahnunglücke aufgrund suizidaler Handlungen zugenommen haben, wird in den Medien kaum darüber berichtet bzw. werden die resultierenden Wartezeiten oder Verspätungen den Fahrgästen gegenüber anderen Ursachen zugeschrieben.

Hängt die Suizidhäufigkeit von der Jahreszeit ab?

Ja, so die einhellige Meinung: vor allem in den düsteren Spätherbst- und Wintermonaten. Nein, so die Experten: Am gefährlichsten ist die schönste Jahreszeit, nämlich später Frühling und Sommerbeginn. Wer das nicht glauben kann, muss sich von einer fast 200 Jahre alten lückenlosen Statistik aus aller Welt belehren lassen. Erklärungsansätze für dieses Phänomen gibt es viele, eindeutige Belege keine. Psychologen vermuten, dass die positive Stimmung im Frühling und Frühsommer bei Menschen, denen es psychisch nicht gut geht, eher zusätzlichen Frust als Lebensfreude auslöst.




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