Diversity Management

"Diversity Management wird zu einer der wichtigsten Top-Fähigkeiten"

Diversity zählt zu den größten Führungsherausforderungen unserer Zeit und wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.

Einblicke in die Praxis:

 

Daniela Lau

Daniela Lau ist Leitung Produkte im Fürstenberg Institut. Sie ist für die fachliche Geschäftsentwicklung sowie das Produktmanagement und die Qualitätssicherung verantwortlich.

 

1.) Welche positiven Effekte von Diversity stellen Sie in Ihrer Unternehmenspraxis fest?

Die VUCA-geprägte Welt wird nur funktionieren, wenn vielfältig aufgestellte Teams durch ihre unterschiedlichen Perspektiven und Ansätze neue Ideen hervorbringen können. Dafür braucht es eine gute Kommunikations- und Kooperationskultur sowie viel und regelmäßige Übung im Miteinander.


2.) Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aufgrund der Vielfalt in der Belegschaft?

Jeder schaut durch seine Brille und geht mit den eigenen Erfahrungen durch die Welt. Diese war aber bis vor ein paar Jahren noch eine andere. Die alten Bewertungsmuster gelten häufig nicht mehr, wir wenden sie aber trotzdem noch an. Vielfalt erfordert jedoch Mut und die Auseinandersetzung mit „dem Anderen“ und auch dem „anders sein“. Nur dann haben wir eine Chance, neuen Herausforderungen mit neuen Antworten zu begegnen. Diversity bezieht sich häufig nur auf „Jung und Alt“ – und selbst da clashen die Generationen häufig aufeinander, anstatt sich als Bereicherung zu sehen. Diese Hürde wird nur genommen, wenn Jung und Alt ein Projekt gemeinsam zum Erfolg bringen müssen. Altes Wissen, reife Erfahrung, neue Sichtweisen und frisches Technik-Know-how. Das könnte eine gute Mischung für Zukunftserfolg sein.

 

3.) Wie können Führungskräfte Respekt und Wertschätzung in Bezug auf kulturelle Vielfalt im Unternehmen fördern und Diskriminierung vermeiden?

In dem sie selbst das beste Vorbild sind, eine offene Kultur fördern, klare Grenzen bei Diskriminierung ziehen und die Meinungen der Menschen nicht danach filtern, woher sie kommen, sondern was sie zur Lösung beitragen können. Das geht schon beim Recruiting los und zieht sich durch jedes folgende Meeting. Solange wir Führungskräfte in unserer Arbeitswelt haben, werden sie ihrer besonderen Vorbildverantwortung gerecht werden müssen, wenn Diversität ihre Magie entfalten soll. 

 

4.) Wie lässt sich der respektvolle Umgang mit Unterschiedlichkeit trainieren?

Auf jeden Fall lässt er sich trainieren! Ich wende z. B. in Workshops und Meetings gern Methoden an, die darauf abzielen, dass alle zu Wort kommen und ihren Beitrag leisten können. Dabei geht es nicht mehr darum, wer was gesagt hat, sondern was gesagt wurde. Wenn wir diese Haltung durch entsprechende Formate regelmäßig ausprobieren, stellen sich schnell Erfolge ein. Und den Teilnehmern macht auch der Workshop oder das Meeting viel mehr Spaß.  

5.) Welche Bedeutung wird Diversity Management Ihrer Meinung nach in zehn Jahren haben?

Da unsere Kundenwelt immer bunter wird und Ländergrenzen durch die Globalisierung des Wissens dank der technischen Möglichkeiten keinen Wettbewerbsvorteil mehr darstellen, eine große! Das Land der Dichter und Denker wird zu einem Land der Tekkies werden müssen. Das schaffen wir nicht ohne Impulse von außen.


Beatrice Erhart

Beatrice Erhart ist Beraterin im Fürstenberg Institut. Sie hat langjährige Erfahrungen im Management in Wirtschaft und Industrie und ist u. a. auf die Themen Führung, Veränderungsprozesse, Unternehmenskultur und Werteentwicklung spezialisiert. 

 

1.) Welche positiven Effekte von Diversity können Sie in Ihrer Unternehmenspraxis beobachten?

Durch diverse Teams entstehen neue Perspektiven und Lösungsansätze sowie die Möglichkeit, neue Zielgruppen anzusprechen. Darüber hinaus steigert Vielfalt Glaubwürdigkeit und Authentizität. 

 

2.) Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aufgrund der Vielfalt in der Belegschaft?

Die Komplexität nimmt tatsächlich zu, was nicht immer einfach ist. Vielfalt will gemanagt werden, das gelingt nicht immer und braucht Übung und Zuversicht. Dafür sollten zunächst Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die verschiedenen Talente, Sichtweisen und Kompetenzen sichtbar machen und fördern.

 

3.) Wie können Führungskräfte Respekt und Wertschätzung in Bezug auf kulturelle Vielfalt im Unternehmen fördern und Diskriminierung vermeiden?

Die Führungskräfte sollten selbst offen für Neues sein, Anregungen aufnehmen und als Vorbild fungieren. D. h. Wertschätzung geben, respektvoll sein, Probleme ansprechen und Grenzen klar abstecken. Einfache kommunikative Formate können in diesem Zusammenhang sehr hilfreich sein. Das kann ein gemeinsamer Imbiss verbunden mit entsprechendem Input, einer Diskussion oder einer Übung sein. Wichtig ist, dass dies nicht zentral stattfindet, sondern dort, wo die jeweilige Diversität entsteht: in einem IT- Keller, im Krankenhaus-Flur.

 

4.) Wie lässt sich der respektvolle Umgang mit Unterschiedlichkeit trainieren? Lässt er sich trainieren? 

Das ist eine Frage des Bewusstseins, der Reflexion und geeigneter Workshop-Programme mit dafür passenden Trainern, um sich u. a. eigene Ängste in Bezug auf 'Neues, Anderes, Fremdes‘ bewusst zu machen. Und: Nicht alle müssen alles sofort lernen! Ein paar, die die dicken Bretter bohren (wollen), reichen.

 

5.) Welche Bedeutung wird Diversity Management Ihrer Meinung nach in zehn Jahren haben?

Es wird die nachgefragteste Top-Fähigkeit sein. Passend zu agiler Führung, flexiblen Arbeitsmodellen und Arbeitszeitmodellen.

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