Schlafen ist gesund

Resilienz lernen - Krisen meistern

 

Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles gelingen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.

Antoine de St. Exupéry

 

Nach einer schweren Krankheit werde ich wieder gesund, nach einer Trennung und einer Zeit der Trauer werde ich wieder glücklich, nach stressigen Zeiten finde ich zurück zu Ruhe und Gelassenheit, nach einer herausfordernden beruflichen Phase kann ich mich wieder erholen – wer mit einer entsprechenden Überzeugung auf diese und ähnliche Situationen reagiert, ist resilient und hat die Widerstandskraft und damit die Fähigkeit, Schicksalsschläge und Schwierigkeiten zu überwinden, ohne Schaden an der Seele zu nehmen. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang ist: Resilienz kann trainiert werden! Aber wie? In kritischen Zeiten erleben Betroffene Unsicherheit, bewährte Lösungsstrategien scheinen nicht zu wirken, sie fühlen Schwäche, Hilflosigkeit, Inkompetenz, Ausgeliefertsein und einen Verlust von Selbstwert. Ziel sollte es sein, trotz aller negativer Empfindungen zu dem Gefühl zu gelangen: Ich kann die Dinge bewältigen, auch wenn sie schwierig sind. Hilfreich ist dafür das Sieben-Säulen-Modell, eines von verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen zum Thema Resilienz.

 

sieben Säulen

 

Die Sieben Säulen der Resilienz

 

Optimismus

Wie optimistisch ein Mensch ist, hängt stark vom seinem Weltbild, dem Selbstbild sowie davon ab, wie wir unsere Mitmenschen bewerten. Stärken Sie Ihren Optimismus, indem Sie humorvoll sind und eine positive Sprache nutzen. Freuen Sie sich, wenn Sie beim Kuchenbacken den Zucker lieber ganz vergessen und nicht versehentlich mit Salz verwechselt haben. Mit ordentlich süßer Sahne ist die Kuchenschlacht noch zu retten. Versuchen Sie einmal bewusst auf negative Adjektive zu verzichten. Eine Situation muss nicht immer gleich als furchtbar oder schrecklich beschrieben werden – vielleicht war sie einfach ungewöhnlich oder interessant. Auch eine gewisse Gedankenkontrolle – „es geht vorbei, es ist begrenzt, es liegt nicht nur an mir“ – beeinflussen uns positiv, machen uns optimistisch und stärken damit auch unsere Resilienzfähigkeit.

Akzeptanz

Akzeptieren Sie Ihre Fehler und Schwächen, keiner ist schließlich perfekt. An Fähigkeiten, die wir ändern können und wollen, sei es Geduld oder das eigene Zeitmanagement, haben wir die Chance zu arbeiten. Dinge, die wir hingegen ohnehin nicht verändern können, sollten wir akzeptieren und nicht unnötig bekämpfen. Das stärkt die individuelle Resilienz und bewahrt Ressourcen.

Lösungsorientierung

Zur Lösungsorientierung zählt, sich von dem eigentlichen Problem zu lösen und die Aufmerksamkeit auf Chancen und Alternativen zu legen. Versuchen Sie, sich eine Lösung intensiv vorzustellen, um sie geistig und körperlich zu erleben. Haben Sie beispielsweise Angst vor einem anstehenden Vortrag, fühlen Sie sich in die Situation inkl. der feuchten Hände hinein und stellen Sie sich dann vor, wie sie flüssig und begeistert vortragen – Sie sind im Thema und können das – und anschließend die verdiente Anerkennung bekommen.

Selbstregulierung

Auch ein gewisses Maß an Selbstregulierung trägt zur Steigerung der Resilienz bei. Entscheidend dafür ist es, Struktur in das eigene Gefühlschaos zu bekommen und auch einmal innerlichen Abstand zu bewahren. Vergleichen Sie beispielsweise einmal die Bedeutung einer kritischen Situation in fünf Stunden, fünf Tagen oder fünf Wochen. Hat das Ereignis bereits in fünf Tagen keine Bedeutung mehr, kann es gar nicht so schlimm gewesen sein. Gleichzeitig gilt es, Stressoren, die einen wirklich unter Druck setzen und die sich verändern lassen, zu reduzieren und achtsam zu bleiben, sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren und nicht am Sonntag bereits an die bevorstehende, stressige Woche zu denken.

Verantwortung übernehmen

Übernehmen Sie Verantwortung, um Ihre Resilienz zu stärken. Dafür sollte zwischen veränderbarer und unveränderbarer Welt unterschieden werden. Sie können weder eine unheilbare Krankheit heilen, noch den Regen stoppen oder spontan einen Stau auflösen, aber Sie können den Umgang mit der jeweiligen Situation verändern. Seien Sie proaktiv: Handeln Sie in Bereichen, in denen dieses möglich ist, treffen Sie neue Entscheidungen, wenn Ihnen dies guttut, agieren Sie, anstatt auf Situationen zu reagieren und übernehmen Sie damit Verantwortung für sich und Ihr eigenes Glück und Wohlbefinden. 

Netzwerkorientierung

Sie sind in der Regel nicht allein. Nutzen Sie in schwierigen Situationen Ihr Netzwerk, nehmen Sie Hilfe von Freunden und Familie an. Schauen Sie dabei, wer Ihnen guttut, aber seien Sie auch mutig und streichen Sie Miesmacher aus Ihrem Netzwerk. Das kann auch erst einmal für einen gewissen Zeitraum sein, bis Sie wieder Ressourcen gesammelt haben.

Zukunftsplanung

Schauen und fühlen Sie voraus und verfolgen Sie Ihre Ziele, Träume und Visionen. Wo möchte ich beruflich in fünf Jahren sein? Wo und wie möchte ich wohnen? Denken Sie aber auch „klein“: Wie möchte ich den nächsten Urlaub verbringen? Wen möchte ich mal wieder treffen? Wann gehe ich mal wieder die ganze Nacht tanzen? Wer Pläne hat und sich auf seine Lebensträume ausrichtet, entwickelt Widerstandskraft und damit Resilienz. Und sollte ein Plan doch einmal scheitern, verfügen Sie über die entsprechende Kraft wieder aufzustehen.

 



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