Beratung

Ein Fall aus unserer Beratung*

Aus der Ohnmacht zurück in die Handlungsfähigkeit

Fallbeispiel Stress

 

Frau S., 51 Jahre, verheiratet, drei Kinder, Führungskraft im Controlling, vereinbart einen Beratungstermin aufgrund stressbedingter Erschöpfung. Sie ist bereits seit mehreren Wochen krankgeschrieben und erkennt sich selbst nicht wieder. Wie die Auftragsklärung schnell verdeutlicht, möchte sie zurück zu ihrer stabilen seelischen und körperlichen Verfassung finden, um schnellstmöglich an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können. Beim ersten Beratungstermin berichtet sie von ihrer neuen beruflichen Position, die sie vor wenigen Monaten angetreten ist. Diese bringt zahlreiche Neuerungen im Tagesgeschäft sowie große Verantwortung mit sich, die sie aufgrund ihrer Fachkenntnisse nicht delegieren kann. Auch privat herrscht hoher Druck. Ihr Ehemann ist beruflich viel unterwegs, wie auch ihre beiden Schwestern sehr erfolgreich und in aufstrebender Position. Schwäche oder Hilflosigkeit gelten sowohl in ihrer Familie sowie in den beiden Herkunftsfamilien als Tabu. Körperlich leidet Frau S. an neurodermitischen Schüben, Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Herzrasen, Vergesslichkeit, sie weint viel und hat Konzentrationsschwierigkeiten.

Im Erstgespräch spricht die Beraterin mit Frau S. über die Entstehung von Stress und erklärt die möglichen Auswirkungen von Stress auf unseren Körper. Um anderweitige Erkrankungen auszuschließen, wird Frau S. empfohlen, sich parallel auch von einem Arzt durchchecken zu lassen.

Bereits im ersten Gespräch bespricht die Beraterin mit Frau S. was ihr zu mehr innerer Ruhe verhelfen könnte und erarbeitet mit ihr verschiedene Möglichkeiten, wie z. B. Sport oder Atemübungen, die Frau S. eigenständig und schnell umsetzen kann. Über den neu gesetzten Fokus distanziert sich Frau S. von ihren Problemen und lenkt ihre Aufmerksamkeit auf gesundheitsförderliche Aktivitäten.

Nachdem Frau S. ohne ärztlichen Befund zum Folgegespräch erscheint, werden ihre Situation und ihre Ängste durch systemische Fragen und einer Strukturaufstellung weiter hinterfragt. Nach dem zweiten Gespräch ist Frau S. klar, dass sie die Expertin ihrer Probleme ist und damit Eigenverantwortung trägt: Ihre persönliche Bewertung der Situation ist das Problem, nicht das Problem selbst. Frau S. erkennt, dass sie selbst Veränderungen schaffen muss, indem sie ihr Bewertungssystem oder die Situation verändert. Im Rahmen der Aufstellungsarbeit wird der Klientin ihrer Angst vor schwierigen beruflichen Herausforderungen Mut und Vertrauen zur Seite gestellt, die ihr helfen, in zukünftigen entsprechenden Situationen souverän handeln zu können.

Nach dem dritten Gespräch im Fürstenberg Institut ist Frau S. so gefestigt, dass sie ihren Job mit Mut und Vertrauen in sich selbst wiederaufnehmen kann.

Wären die Probleme von Frau S. schwerwiegender oder im Rahmen der systemischen Kurzzeitberatung nicht lösbar gewesen, hätte das Fürstenberg Institut unter Nutzung bestehender Kooperationen und Netzwerke für Frau S. einen geeigneten Therapieplatz organisieren können.

 

* Der Fall wurde mit dem Einverständnis der Betroffenen anonymisiert.


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