Lampenfieber

Lampenfieber: So bekommen Sie Redehemmungen und Nervosität in den Griff

Schwitzige Hände, erhöhter Puls und die Angst vor einem Blackout. Viele Menschen haben im Arbeitsumfeld schon einmal Situationen erlebt, in denen sie Lampenfieber spürten. Manchmal tritt die Nervosität ganz spontan auf, meist vor besonders wichtigen Präsentationen oder wenn etwas Ungewohntes ansteht – wie eine Konferenz mit einem neuen virtuellen Tool. Die gute Nachricht: Es gibt Strategien, um Lampenfieber zu überwinden – wie ein Fall aus der Mitarbeiterberatung des Fürstenberg Instituts zeigt. 

(Der Fall wurde mit Einverständnis der Betroffenen anonymisiert.)

Frau G., 35 Jahre alt. Sie wurde vor drei Monaten aus einer Sachbearbeiter- Position in die Öffentlichkeitsarbeit versetzt. Diese Karrierechance wollte sie unbedingt nutzen, muss nun aber in Sitzungen zu ihr noch nicht vertrauten Themen teilnehmen und Vorträge halten. Besonders, wenn sie vor mehreren Menschen sprechen muss, hat sie plötzlich mit starkem Lampenfieber zu tun: Sie errötet, zittert, ihr Herz rast, sie verliert den Faden und findet bereits Nächte vorher kaum noch in den Schlaf. Sie fühlt sich diesen Symptomen ohnmächtig und hilflos ausgeliefert. 

Frau G. hat immer häufiger Angst, zur Arbeit zu gehen. Sie hat Bluthochdruck entwickelt und manchmal wird ihr aus heiterem Himmel schwindelig. Am Arbeitsplatz versucht sie, ihre Schwierigkeiten zu verbergen, was viel Energie absorbiert. Sie ist unkonzentriert, gereizt, vergesslich, weniger effektiv und muss daher häufiger Überstunden machen. Die 
Kolleg*innen lernen „die Neue“ als verschlossene, unsichere Person kennen und einige gehen schon auf Distanz.

Frau G. ist in einem Teufelskreis gelandet, aus dem sie sich nicht mehr selbst befreien kann. Sie sucht die Mitarbeiterberatung des Fürstenberg Instituts auf. In der ersten Beratungsstunde erklärt ihr die Beraterin schon einmal ein paar wesentliche Fakten zum Thema Nervosität am Arbeitsplatz - denn schon Wissen schafft Sicherheit und Entlastung: Bei Lampenfieber handelt es sich um eine sogenannte „soziale Phobie“, einer Untergruppe der sozialen Angststörungen, die punktuell auftritt und zunächst auch nicht behandlungsbedürftig ist. Grundsätzlich ist das Lampenfieber ein toller Trick unseres Körpers, uns auf ein (vermeintliches) Wagnis vorzubereiten und löst die dafür typischen Stress-Symtome aus: Die Nebennieren schütten Adrenalin und Noradrenalin aus, was uns leistungsfähiger, wendiger, schneller und konzentrierter sein lässt und uns auf Flucht oder Kampf vorbereitet! Oder eben auf den bevorstehenden Auftritt. 

Handlungsbedarf besteht erst dann, wenn uns das Lampenfieber nicht mehr pusht, sondern uns die dahinter liegende Angst lähmt. Wenn also aus Lampenfieber Blockaden entstehen, erkennbar an Frau G.s Symptomen wie Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit, ihre Blackouts beim Reden und die daraus resultierende Angst vor der Angst.

Im weiteren Gesprächsverlauf wird Frau G. gebeten, das Risiko, sich zu blamieren oder Fehler zu machen, realistisch einzuschätzen. Untrennbar damit verbunden ist Frau G.s Angst, als Neuling im Team der Bewertung durch andere, oft fremde Personen hilflos ausgeliefert zu sein. Wie werden sie auf mich reagieren? Werden Sie mich verurteilen? Meine Leistung belächeln? Das Aufdecken und Bearbeiten dieser dem Lampenfieber zugrundeliegenden mentalen Ursachen ist genauso wichtig wie die reine Arbeit am Umgang mit den körperlichen Stresssymptomen, die mit der Aufregung einhergehen.

Frau G. erhält eine Handvoll praktischer Tipps zur Stressreduktion. Sie soll eine Redesituation visualisieren, die richtig gut klappt. Außerdem arbeitet sie mit ihrer Beraterin in folgenden Sitzungen daran, die mit dem Lampenfieber einhergehenden körperlichen Symptome wie z. B. ihre Kurzatmigkeit, als sinnvoll wahrzunehmen – und mit Tiefenatmung entgegenzusteuern.

Als Hausaufgabe bekommt Frau G. ein paar To-Dos sowie eine Beobachtungsaufgabe 
mit: Sie soll einmal täglich das Gelingen einer Redesituation visualisieren und sich einen kleinen Gegenstand suchen, der sie daran erinnert und in der Stresssituation als Anker dient. 

Frau G. ist begeistert. Ihr gefällt, dass sie nun etwas gegen ihr Lampenfieber tun kann und ihm nicht mehr hilflos ausgeliefert ist. Auch mag sie die Tools: Sie weiß schon jetzt, dass Sie sich das Halstuch, das sie von ihrer Oma geschenkt bekommen hat, um den Hals legen wird – ihre Oma hat immer an sie geglaubt und ihr immer eine unerschütterliche 
Sicherheit und Wärme vermittelt.

Mit welchem Gefühl sie denn jetzt nach Hause gehe, möchte die Beraterin am Ende jeder Sitzung wissen. „Mit einem freien Gefühl!“, sagt Frau G. Es sei verrückt, aber gerade freue sie sich schon darauf, ihr neues Wissen auf der nächsten Pressekonferenz anzuwenden. Und auf das nächste Beratungsgespräch, um in den vielen angesprochenen Themen noch weiter zu kommen und sicherer zu werden.

Tipps gegen Lampenfieber im Job 

  • Erinnern Sie sich an erfolgreiche Situationen und visualisieren 
    Sie diese vor Ihrem inneren Auge statt sich an Misserfolge zu 
    erinnern. 
  • Nutzen Sie die Tiefenatmung: langsam ausatmen - Pause - 
    einatmen - Pause. 
  • Wenn möglich: Laufen Sie kurz vor ihrem wichtigen Termin 
    oder am selben Morgen. Das verschafft Ihnen einen „Cortisol- 
    Puffer.“ Natürlich geht auch jeder andere Sport oder ein 
    strammer Spaziergang in der Mittagspause. Die gleichförmige 
    Bewegung beim Joggen ist jedoch besonders geeignet. 
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit, um zu üben! Routine verschafft 
    Ruhe und Sicherheit. Dabei können auch Kolleg*innen und 
    Freund*innen als Feedbackgeber*innen unterstützen. 
  • Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie Ihr Lampenfieber nicht von allein 
    in den Griff bekommen! Es bietet sich eine Kombination an 
    aus selbstreflexiven und mentalen Techniken zusammen mit 
    körperorientierten Techniken wie Atem- und Entspannungsübungen, 
    die Sie in der Beratung im Fürstenberg Institut 
    erlernen können.

Sie haben mit Lampenfieber im Job zu kämpfen? Vereinbaren Sie eine Beratung: 


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Die besten Tipps gegen schwitzige Hände, erhöhten Puls und die Angst vor dem Blackout: Monika Matschnig, Expertin für Körpersprache und Bestsellerautorin, verrät, was Sie bei Nervosität & Co. tun können. 

Spielerisch zeigt sie einfache körperliche Übungen und Psycho-Tricks, mit denen man trotz Aufregung souverän bleibt und das Lampenfieber sogar zu seinem Vorteil nutzen kann. Dann sorgt es sogar dafür, dass wir Leistungen bringen, an die wir vorher selbst nicht geglaubt haben.

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Einsendeschluss ist der 31.03.21. Die Gewinner*innen werden benachrichtigt. 



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