Soziale Kontakte

Schön, Dich zu sprechen!

Wie soziale Kontakte das seelische Wohlbefinden fördern

Was macht uns glücklich? Viele Menschen wünschen sich für ihre Zukunft ein gesundes und zufriedenes Leben. Was einem dabei besonders wichtig ist, ist sehr individuell und hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Eines ist aber klar: Wir sehnen uns neben körperlicher Gesundheit vor allem nach mentalem Wohlbefinden – und dieses wird laut neuesten Forschungen maßgeblich davon beeinflusst, wie wir sozial aufgestellt sind.    

Die letzten Monate haben noch mal gezeigt, wie wichtig es für uns ist, mit Menschen in Kontakt zu sein – und zwar nicht nur über Kurznachrichten und den schnellen Anruf zwischen Tür und Angel. Sich nach der Arbeit treffen, austauschen und den Tag besprechen. Gemeinsam über Probleme nachdenken, Lösungen finden und sich gegenseitig stärken. Zusammen das Wochenende verbringen, spazieren, lachen und das Leben mit all seinen Widrigkeiten leichtnehmen.

Was für unser Privatleben gilt, ist für unseren Arbeitsplatz mindestens genauso bedeutend: Haben wir Kolleg*innen, auf die wir uns schon morgens freuen, mit denen wir gerne kommunizieren und zusammenarbeiten, die uns wertschätzen, voranbringen und uns ein gutes Gefühl geben, steigert das unser Wohlbefinden und unsere innere Sicherheit. Wir sind selbstbewusster und arbeiten produktiver. Wir brauchen den Austausch wie die Luft zum Atmen.

Werden uns diese persönlichen Kontakte – wie z.B. während der Pandemie – entzogen und sind wir über einen längeren Zeitraum auf uns gestellt, wirkt sich das deutlich auf unsere Gesundheit aus und begünstigt ein mentales Ungleichgewicht, denn Einsamkeit kann nachweislich krankmachen. Durch regelmäßigen Austausch mit Familie und Freunden können Depressionen und Stress vorgebeugt werden, wir stärken also mit sozialen Kontakten unser Immunsystem. 

Neurophysiologisch lässt sich die Wirkung von persönlichen Gesprächen leicht erklären: „Wenn wir persönlich kommunizieren, löst das eine Kaskade von Neurotransmittern und Hormonen aus, die Stress reduzieren, unsere Immunität erhöhen und ein Gefühl des Wohlbefindens erzeugen“.[1] erzeugen“[1] – und das erhöht die Widerstandskraft und die Leistungsfähigkeit. „Ein simpler Händedruck oder ein Schulterklopfen erhöhen die Ausschüttung des Hormons Oxytocin und das wiederum reduziert Stress und erhöht das Vertrauen“.[2] Untersuchungen belegen, dass z. B. eine aufmunternde oder lobende Nachricht per SMS oder ein Telefonat diesen Effekt nicht bewirken. Auch die Generierung neuer Ideen ist eng verbunden mit dem Wohlbefinden und dem persönlichen Kontakt.[3] Persönliche (Face-to-face) Gespräche sind besonders geeignet für wichtige und komplexe Anliegen sowie bei allen Themenstellungen mit persönlicher Emotionalität.

Der Vorteil eines persönlichen Gesprächs ist zudem, dass dabei Emotionen gezeigt und vor allem gesehen werden. Ein Blick, der Ironie signalisiert, ein warmer Tonfall, der Vertrauen schafft, eine aufmunternde Handbewegung – all die subtilen Signale sind manchmal entscheidend.

Enge Freundschaften mit regem Austausch sind also wie ein Booster für die Seele und wirken sich auf unsere Gesundheit so positiv aus, wie die Beziehung zu einem/r Partner*in. Auch wenn man sich nicht regelmäßig sehen kann, weil man in einer anderen Stadt wohnt oder viel unterwegs ist, ist die enge Verbindung zu einer lieb gewonnenen Person, die uns Halt und Unterstützung gibt, Gold wert. Wir fühlen uns durch Verbindungen zu anderen Menschen angenommen, wertgeschätzt und geborgen. Daraus schöpfen wir Kraft und Zuversicht. Zudem sind gemeinsame Gespräche bereichernd und bringen uns auch geistig voran.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass Messenger-Dienste und soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook, Instagram und Twitter Hochkonjunktur haben. Auch online lässt es sich prima vernetzen und austauschen. Heutzutage ist es zwischen Job und Familie, Stress und Aufgaben, oft schwer, Zeit für das persönliche Treffen zu finden. Deswegen ist es häufig einfacher, schnell eine Nachricht über WhatsApp zu schicken oder sich bei Facebook über das Leben seiner Liebsten zu informieren. Damit sich der Kontakt nicht nur auf der digitalen Ebene abspielt und uns mental wieder stärkt, sollten wir deshalb im Rahmen unserer Möglichkeiten immer darauf achten, uns auch persönlich zu begegnen oder einfach mal zum Hörer zu greifen. Das setzt Glückshormone frei und tut uns einfach gut.
 

[1] Bärbel Schwertfeger (Mai 2016): „Glücklich und produktiver“, Interview mit Susan Pinker, Personalmagazin 05/2016

[2] Bärbel Schwertfeger (Mai 2016): „Glücklich und produktiver“, Interview mit Susan Pinker, Personalmagazin 05/2016

[3] Bärbel Schwertfeger (Mai 2016): „Glücklich und produktiver“, Interview mit Susan Pinker, Personalmagazin 05/2016



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