EAP

Mit EAP durch die Krise - Sparzwang statt Empowerment

Wo Personaler jetzt keinesfalls den Rotstift ansetzen sollten

Personaler wissen: Ein strikter Sparkurs ist jetzt der falsche Weg, zumindest wenn es darum geht, Fachkräfte zu halten, Mitarbeiter zu motivieren, neue Arbeitsmodelle im Homeoffice zu etablieren und auf Dauer erfolgreich zu sein.

Die gerade veröffentliche Roland Berger Studie bestätigt dies eindrucksvoll: Investition in Mitarbeitergesundheit zahlt sich demnach monetär deutlich aus. Um 11% konnten Unternehmen den Umsatz pro Mitarbeitenden durch effektive Gesundheitsmaßnahmen steigern, gleichzeitig erhöhte sich der Aktienwert um 76 %.

Wir alle haben unseren Teams in den vergangenen Wochen und Monaten viel abverlangt, Veränderungen, Unsicherheiten und immer neue Herausforderungen bestimmten in rasantem Takt das (Arbeits-)Leben. Durch die Kontaktbeschränkungen fielen der persönliche Austausch im Team oder die spontane Kollegenrunde als Katalysator meist weg. An die Führungskräfte waren und sind hohe Anforderungen gestellt, ihre Teams „beisammen zu halten“ und alle in der individuellen Performance bestmöglich zu unterstützen - diese wird mehr gebraucht denn je. Doch auch bei allerbester Führung: vieles bekommt man gerade durch den hohen Homeoffice-Anteil von seinen Mitarbeitenden gar nicht mit – und kann es demnach auch nicht ausgleichen.

Das bestätigen auch die Beratungsanfragen sowie die Neukundenangebote an das Fürstenberg Institut, die seit März stetig gestiegen sind. Bei den Ratsuchenden geht es nicht nur um coronabedingte Themen wie Angst vor Ansteckung oder homeofficebedingte Konflikte mit Kindern und in der Partnerschaft, sondern auch um den Umgang mit neuem, digitalem Stress, dem Alleinsein, sowie einer massiven Zunahme an Depressionen und Suchtmittelmissbrauch.

Auch die seit Corona steigenden Vertragsabschlüsse zeigen, dass viele Unternehmen ihren Mitarbeitenden jetzt individuellen psychosozialen Support für ihre Performance an die Seite stellen, um gestärkt aus der Krise hervor zu kommen.

Viele Herausforderungen lassen sich mit Hilfe von Führungskräften, Kolleg*innen, Personalentwicklungsmaßnahmen und anderen unternehmensinternen Angeboten lösen. Doch mindestens genauso viele Themen gibt es, die nur die Mitarbeiter*innen persönlich betreffen und die sie nur allein lösen können. Führungskräfte sollten Mitarbeitenden einen Anstoß geben, wenn sie eine notwendige Veränderung bemerken. Die Lösung muss dann die Mitarbeiter*in selbst finden. Unternehmen tun gut daran, wenn sie ihrer Belegschaft dafür einen Rahmen bereit stellen in Form einer Externen Mitarbeiterberatung. An diese wenden sich Mitarbeiter*innen mit den unterschiedlichsten Themen, durch die sie den Kopf nicht frei haben und lassen sich dort anonym coachen. Erwiesenermaßen hat dieses vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Hilfsangebot nicht nur einen starken positiven Einfluss auf die Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität, sondern vor allem auf die Performance und Gesundheit eine hocheffektive Wirkung: Schon nach dem ersten individuellen Beratungsgespräch fühlen sich 80% der Ratsuchenden wieder leistungsfähiger.

Wer gerade in schwierigen Zeiten an dieser Stelle spart, tut das am falschen Ende, denn insbesondere die engagierten, motivierten, zufriedenen und mental gesunden Mitarbeitenden werden Unternehmen, denen die Coronakrise einen Dämpfer verpasst hat, wieder auf die Beine helfen.

 

Zukunftsfähigkeit sichern

Strategien zur Erhöhung von Gesundheit und Performance der Mitarbeitenden gibt es viele: rund die Hälfte der HR-Verantwortlichen in Unternehmen kennen und nutzen Employee Assistance -Programme (EAP).

Im Mittelpunkt dieser externen Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung stehen individuelle Beratungsgespräche mit qualifizierten Berater*innen, die bei der Lösung beruflicher, gesundheitlicher oder persönlicher Fragestellungen unterstützen.

  • Mitarbeiter und Führungskräfte bleiben leistungsfähig, weil Probleme direkt, effizient und frühzeitig angegangen werden.
  • Veränderungen und Umstrukturierungen können von der Belegschaft besser gemanagt und umgesetzt werden.
  • Führungskräfte werden im Umgang mit schwierigen Mitarbeitenden und in Konfliktsituationen entlastet.
  • Krankheitsausfälle und Präsentismus werden reduziert.
  • durch ein verbessertes Betriebsklima werden Potentialträger und Fachkräfte an das Unternehmen gebunden.

Die Externe Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung wird meist pauschal nutzungsratenabhängig durch den Arbeitgeber finanziert und steht jedem in der Belegschaft offen. Ein jährliches anonymisiertes Reporting bietet HR-Verantwortlichen die Möglichkeit, Stimmungen im Unternehmen aufzunehmen und den Erfolg der Investition zu bewerten.

Die Beratung ist somit gleichermaßen eine Hilfe für Menschen und für Unternehmen. Bei der Wahl des richtigen Anbieters lohnt es sich, in jedem Fall genau hinzuschauen:

  • Gibt es einen Angebotsmix aus persönlicher Beratung, Telefon- und Onlineberatung? Dieser hat sich als besonders effektiv erwiesen. Persönliche Beratungen bei qualifizierten, festangestellten Berater*innen führen besonders schnell zu nachhaltigen Lösungen.
  • Können Termine kurzfristig, auch online, gebucht werden? 
  • In welchen Sprachen werden die Beratungen angeboten? Gibt es möglicherweise Kooperationen mit internationalen Anbietern?
  • Gibt es spezielle, gut ausgebildete Fachberater*innen für unterschiedliche Fragestellungen wie Konflikte, Schulden, Sucht- oder Rechtsberatung?
  • Besteht ein gutes Netzwerk an Therapieeinrichtungen und Kliniken und kann eine Vermittlung ohne lange Wartezeiten erfolgen?
  • Wie sind die Sicherheitsstandards in Bezug auf Datenschutz? Kann eine Anonymität der Beratungen gewährlistet werden?
  • Wie ist der Kontakt zwischen Kundenbetreuung und Personalabteilung im Unternehmen? Gibt es beispielsweise anonyme Reportings, die echten Mehrwert bieten?

Auf jeden Fall von Vorteil ist es, wenn ein Anbieter weitere gesundheitsorientierte Dienstleistungen wie Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM, Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GBU Psyche), Weiterbildungsangebote und (Team-)Coachings vernetzt mit dem Beratungsangebot anbieten kann.

Personalentscheider haben dann nur eine Ansprechpartner*in, die mit ihnen gemeinsam Lösungen für ihre unternehmensspezifischen Herausforderungen findet und dabei auch für schmalere Budgets Angebote mit sichtbaren Effekten bereithält.

 


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