Reinhild Fürstenberg: „Gute Führung per E-Mail funktioniert nicht“

Published on 01. February 2021 in the category Press releases
Pressemitteilung

Sechs-Punkte-Plan: Wie Führungskräfte hybride Teams erfolgreich managen

Hamburg, 1. Februar 2021 – Corona hat uns einen Crash-Kurs in virtueller Zusammenarbeit beschert.
Doch die anhaltende Verlagerung eines Großteils der Arbeit ins Homeoffice führt in vielen Fällen zu
einem nach und nach schwindenden Kontakt zwischen der Führungskraft und den Teammitgliedern.
„Diese ‚beruflichen Kontaktbeschränkungen‘ sind für viele Führungskräfte eine neue Herausforderung.
Das merkt man häufig an den Mitarbeiter*innen, die eigentlich am intensivsten geführt werden
müssten. Denn Reibungspunkte verschwinden nicht im Digitalen – und lassen sich auch nicht per E-Mail
klären“, sagt Reinhild Fürstenberg, Gründerin und Geschäftsführerin des Fürstenberg Instituts.

Die Gesundheitswissenschaftlerin hat einen Sechs-Punkte-Plan für Führungskräfte aufgestellt, der zeigt,
wie gute Führung bzw. das erfolgreiche Managen virtueller und hybrider Teams auch im Corona-
Arbeitsalltag gelingt:

  1. Weniger Kontrolle, Fokus auf Ergebnisse: Es ist in Ordnung, nicht immer genau zu wissen, wer im Team
    was wann macht. Jetzt ist es an der Zeit, Ihr Kontrollbedürfnis durch eine gesunde, vertrauensvolle Haltung
    zu ersetzen: Unterstellen Sie, dass Ihre Mitarbeiter*innen leistungswillig und motiviert sind, die
    gemeinsamen Ziele zu erreichen. Allein diese Haltung verbessert schon einiges. Setzen Sie Ihren Fokus
    gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen auf die Ergebnisse, die erreicht werden sollen und überlassen Sie der
    /dem Einzelnen, wann sie oder er seine Aufgaben erledigt. Treffen Sie dazu klare Absprachen – und
    wertschätzen Sie die Ergebnisse.

  2. Hybride Teams brauchen klare Strukturen und gute Kommunikation: Stellen Sie gemeinsam verlässliche
    Regeln für die Zusammenarbeit auf. Probieren Sie dabei gemeinsam aus, was gut funktioniert – und haben
    Sie den Mut, zu ändern, was nicht optimal läuft.
    Als Führungskraft können Sie die Kommunikationsstrukturen für Ihr hybrides Team gut steuern. Die
    Mitarbeiter*innen sollten sich immer gut informiert, aber nicht überinformiert fühlen. Welche
    Regelkommunikation macht in Ihrem Team Sinn? Ist es vielleicht ein kurzer Wochen- oder Monatsrückblick,
    der allen zeigt, was gemeinsam erreicht wurde?
    Gut ist auch, zu verhindern, dass auf den verschiedenen Kanälen wie E-Mail, Microsoft-Teams oder in
    Whatsapp-Gruppen doppelt und dreifach „gespielt“ wird.

  3. Eigenverantwortung fördern, Freiräume anbieten: Viele Unternehmen erleben durch das Wegfallen von
    Kontrolle und gleichzeitigen klaren Strukturen mehr Zufriedenheit und Potenzialentfaltung auf
    Mitarbeiter*innen-Ebene. Dabei ist wesentlich, wie offen die jeweilige Führungskraft für Ideen der
    Mitarbeitenden ist: Kreativität und Innovationsgeist wachsen, je mehr sie Erlaubnis und Inspiration durch
    die Führungskraft bekommen.
    Nutzen Sie die Chancen, die das sogenannte neue Normal möglich macht und bieten Sie Ihren
    Mitarbeiter*innen eine für sie optimale Gestaltung von Arbeitszeit, -ort und -weise. Bieten Sie vor allem den
    Mitarbeiter*innen weitere Unterstützung an, die nicht geübt sind, ihre Arbeit selbständig gut zu
    organisieren.

  4. Fokus auf Wir-Gefühl und Austausch: Durch fehlende Face-to-face-Kommunikation kann im Team ein
    Gefühl der Anonymität und Austauschbarkeit entstehen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihr Team in
    einer guten sozialen Interaktion bleibt. Und darauf, dass auch Sie als Führungskraft mit Ihren
    Mitarbeitenden in einem guten persönlichen Kontakt zu sein. Berufen Sie regelmäßige Meetings zum
    Austausch ein und regen Sie die Teammitglieder an, sich auszutauschen, damit keine Neiddebatte entsteht
    – z. B. über veränderte Arbeitszeiten von Eltern. Machen Sie allen klar: Jeder hat die Verantwortung, zu
    einem guten Miteinander beizutragen. Sie bleiben ein Team. Es gibt kein „Die im Homeoffice“ und „Wir im
    Büro“.

  5. Chancen neuer Tools und Technologien nutzen: Steuern Sie den effektiven Informationsfluss zwischen
    Teammitgliedern aktiv und mit verschiedenen Tools, die jedes Teammitglied beherrscht. Und lachen Sie
    auch mal gemeinsam über Anfangsschwierigkeiten bei neuen Tools und Methoden. Zwar macht allein das
    Beherrschen der Technik noch keinen guten virtuellen Führungsstil aus – die Fähigkeit, Medien und ihre
    Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen, verschafft Ihnen und
    Ihren Mitarbeitenden jedoch Sicherheit und minimiert digitalen Stress.

  6. Netzwerken und Wissen teilen: Sichern Sie Wissen und sorgen Sie dafür, dass es allen zugänglich ist –
    egal ob jemand im Büro arbeitet oder von zu Hause. Dazu gehört neben einem strukturierten
    Informationsfluss auch eine gute Ablagestruktur, beispielsweise in einer Wissensdatenbank oder Ihrem
    Social Intranet.
    Denken Sie dabei besonders an die Newcomer in Ihrem Team. Oft braucht es nur einige wenige
    Vertrauenspersonen im Unternehmen, aber ganz ohne soziale Anbindung werden die wenigsten neuen
    Kolleg*innen ihr volles Potenzial im Betrieb entfalten können.

 

Über das Fürstenberg Institut: 
Das Fürstenberg Institut unterstützt seit über 30 Jahren Unternehmen und Organisationen dabei, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter*innen und Führungskräfte nachhaltig zu verbessern, diese in Change-Prozessen zu begleiten und gesetzliche Regelungen im Gesundheitsschutz umzusetzen. Im Fürstenberg Institut stehen Mitarbeiter*innen und Führungskräften von Kundenunternehmen qualifizierte Fachberater*innen in allen Fragestellungen rund um Beruf, Gesundheit, Familie und Privatleben jederzeit zur Verfügung – absolut diskret, strikt vertraulich und für die Belegschaft kostenfrei. Kernkompetenzen des deutschen Marktführers sind vernetzte BGM-Maßnahmen wie die Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung (EAP), die gesundheitsorientierte Organisationsberatung, das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) und die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GBU), der Work-Life-Service sowie die Fürstenberg Akademie. 2021 wurde das Institut, das an über 60 Standorten in Deutschland tätig ist, von EUPD Research zur Top Brand Corporate Health gewählt.

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